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Mehr als 70% der am Pferd verwendeten Trensengebisse passen nicht!

Die Größe des Kopfes sagt nichts über die Größe des Pferdemaules aus. Jedes Pferdemaul ist einzigartig in seiner Maulbeschaffenheit und Sensibilität. Aus anatomischer Sicht ist nicht jedes Trensengebiss für jedes Maul geeignet. Die Dicke und Breite der Zunge, die Beschaffenheit des Gaumens, flach oder gewölbt, die Breite des Mauls und der Abstand zwischen dem weichen Gaumen und dem Unterkiefer sind entscheidende Kriterien für die Wahl des richtigen Trensengebisses. Ein Pferd mit passendem Trensengebiss kann mehr Vertrauen zur Hand aufbauen, dadurch besser abkauen und sich im Genick loslassen.

Viele herkömmliche Trensengebisse funktionieren im Maul nicht richtig, daher widersetzen sich viele Pferde der Reiterhand, die Hilfen werden nicht angenommen und dies führt zu missverständlichem kommunizieren zwischen Pferdemaul und Reiterhand. Beispielsweise lösen viele Gebisse einen konzentrierten Druck auf die Zunge aus, die Gelenke der Trensengebisse wie einfach oder doppelt gebrochen, drücken auf den Gaumen oder die seitlichen Knochen des Gaumendaches. Punktueller Druck auf bestimmte Regionen ist für das Pferd äußerst unangenehm bis sehr schmerzhaft. Ein gut passendes Gebiss verteilt den Druck gleichmäßig im Pferdemaul auf Zunge, Lade, Kinn und Gaumen.

 

Beratung Bit-fitting.

BeratungBitfitting

Abb2wenigPlatzPferd mit wenig Platz im Maul, ca. 1,5 cm zwischen Gaumen und Lade zieht bei einem 1,8 cm dickem Gebiss die Zunge in den Rachen, da ist kein Platz für das Trensengebiss.
Abb3mitgebrochenGleiches Pferd mit anatomisch geformten, doppelt gebrochenem Trensengebiss mit einer Dicke von 1,4 cm. Die Zunge bleibt entspannt Richtung Maulöffnung liegen.

 

Abb4mitflachemGaPferd mit flachem Gaumendach und wenig Platz ca. 1,5 cm bei ganz geschlossenem Maul zwischen Gaumen und Lade.
Abb5mitmehrPlatzPferd mit mehr Platz zwischen Gaumen und Lade ca. 2cm bei geschlossenem Maul.

 

Untersuchung1_1Untersuchung2_1Um Festzustellen wie das Gebiss im Pferdemaul passt geht man mit Zeigefinger oder Daumen entlang des Gebisses ins Maul.

Dabei überprüft man unter anderem:

Gaumenfreiheit, Dicke des Gebisses, die Lage des Gebisses auf der Zunge, Lade ect.

Um die Druckverteilung des Gebisses zu fühlen sollte man die Zügel wie beim Reiten leicht auf Zug bringen.

Merkmale des Widerstandes auf das Gebiss:

  • Hinter dem Zügel gehen / Einrollen
  • Über der Senkrechten
  • Nervös im Maul
  • Offenes Maul
  • Zunge auf der Seite raushängen lassen
  • Zunge nach hinten in den Rachen ziehen
  • Mauligkeit
 

  • Biegungs- und Versammlungsprobleme
  • Verwerfen im Genick
  • Kopfschlagen
  • Schwierigkeiten beim Auftrensen
  • Durch das Gebiss gehen / sehr schwer durchzuparieren
  • Will an das Gebiss treten

 

Diese genannten Merkmale können aber auch deutliche Hinweise auf mögliche Osteopathische- und /oder Zahnprobleme sein!

Empfehlung: Was auch immer die Gebisse versprechen, sie müssen in das Maul Ihres Pferdes passen!